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Pilotprojekt
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Anlass und Zielsetzung
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Mit der 5. IV-Revision bekommt der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» innerhalb der IV ein entscheidendes und wegweisendes Gewicht. Der Anspruch ist hoch. Insbesondere weil den wachsenden Zahlen der IV-Anspruchsberechtigten eine immer geringere Anzahl beruflicher und einkommenswirksamer Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Wirtschaftwelt «wartet» nicht auf Menschen mit einem Handicap, viele einfache Arbeiten verschwinden. Hinzu kommt, dass alle anderen Institutionen der sozialen Sicherheit ebenfalls den Auftrag haben, ihre Klienten zu integrieren.
In diesem Spannungsfeld will der Pilotversuch REGIOfutura neue Lösungen finden.
Die Ziele sind:
• Entwicklung einer Methode um integrationsfähige und integrationswillige Personen, die bei der IV angemeldet sind, zu identifizieren.
• Entwicklung einer Methode, welche diese Personen soweit qualifiziert, dass sie ar-beitsmarktfähig sind.
• Aufbau eines Arbeitsplatzangebotes für diese Personen und somit Integration ins Er-werbsleben.
Für jedes dieser Ziele entwickelt qualifutura geeignete Massnahmen und Instrumente. Insbesondere im Bereich «Bereitstellung eines Arbeitsplatzangebotes» wird der Pilotversuch neue Wege gehen.
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Struktur des Angebotes
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Kern des Projekts ist
• die Anwendung einer bereits erprobten Methode zur Stabilisierung und Befähigung von gefährdeten Personen und
• ihre Integration in geeignete und neu geschaffene Arbeitsplätze.
Die Herausforderung ist, potenzielle IV-Rentnerinnen zu identifizieren, sie zu motivieren, zu qualifizieren und ihnen geeignete Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Der Weg zu diesem Ziel führt über drei Phasen.
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In der Abklärungsphase steht die Zusammenarbeit mit IV-Stellen, Ärzten und auch Sozialdiensten im Zentrum. Ein Erfolg der REGIOfutura-Massnahmen soll durch eine umfassende Eignungsklärung gut vorbereitet werden.
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In der zweiten Phase kommen die sogenannten sozialrehabilitativen Massnahmen zum Tragen. Ziel ist es, die Teilnehmenden in «gesunde soziale Strukturen» zu integrieren. Sie kommen zu Ruhe, werden motiviert und verinnerlichen eine Realität, in der trotz den vorhandenen Defiziten das Machbare in den Vordergrund rücken kann. Diese zweite Phase braucht Zeit. In dieser Phase kreist alles um die «soziale Gruppe», die Bauernfamilien, bei denen die Teilnehmenden integriert sind, die Nachbarschaft, das lokale Gefüge.
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Die dritte Phase beginnt überlappend mit der zweiten Phase. Sie soll den Einstieg in eine Erwerbsarbeit vorbereiten und führt schliesslich in eine Teil- oder Vollerwerbstätigkeit und zu einer möglichst weitgehenden selbständigen Lebensführung. Dafür arbeiten wir mit lokalen und regionalen Betrieben zusammen. Sie werden von qualifutura beraten und unterstützt, damit die Anstellung eines REGIOfutura-Teilnehmenden für sie nutzbringend ist.
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